Franziska Hofmann

Konzept

Immer wieder kreisen meine Gedanken um das Thema Figur und Raum. Seit 2001 fließt dies intensiv in meine Arbeit ein. Es entsteht die "Serie Mensch" in welcher die Figur als reduzierte, abstrahierte, Form eine Art Metapher oder Symbol für Menschheit bildet. Dabei steht die graphische Auffassung noch sehr stark im Vordergrund. Der Raum soll als Materie, Gedanken-, Gefühls- und Strukturraum, weniger als architektonischer Raum gesehen werden.

Meine Bilder sind gekenntzeichnet durch das Experimentieren mit verschiedensten Materialien. Häufig tritt an die Stelle des Pinsels die Pipette. Der Asphaltlack wird zum unersetzlichem Farbersatz. Spachtelmassen und eingeklebte Transparentpapiere kennzeichnen den Raum.

Die von Michael Morgner entwickelte Lavagetechnik prägt die Serie "Schattenfänger" , doch entdecke ich darüber hinaus eigene Wege der Materialität. Ein Spiel aus Öl und Wasser belebt diese Serie, sie beginnt am 9.Februar 2006 im Heck-Art-Haus Chemnitz zu leuchten.

 
"Schattenfänger" Heck-Art-Haus Chemnitz
 
Ausstellung Firma Acrimed Berlin


Inspiriert durch Alberto Giacometti, Francis Bacon und Julie Mehretu entsteht eine Reihe neuer Bilder, "Gedanken über Figur und Raum".
Darin wird die Individualität der Figur zum immer wichtigeren Aspekt. Es fließen bewußt gestische Haltungen, beziehungsweise Bewegungsmomente, in eine nun malerische Umsetzung der Figur ein.
Anfangs sind Figur und Raum noch sehr stark miteinander verbunden, doch der Raum gewinnt immer mehr an Bedeutung. Dieser beginnt sich von der Figur zu lösen und als eigenständige Ebene zu existieren. Der Ausdruck von Bewegung und Raum soll durch die Erzeugung einer kinetischen Perspektive gesteigert werden, welche eine Vielfalt von Standpunkten der Wahrnehmung bietet. Dadurch entstehen perspektivisch dynamische Arbeiten welche versuchen dem Betrachter ein Gefühl von Raum und Bewegung zu vermitteln. Der Raum ist reduziert auf ein lineares Gerüst welches durch farbliche Flächen in seiner Räumlichkeit gesteigert wird. Getragen durch diese dynamischen Raster erscheint die Leinwand fast dreidimentional. Maße und Bezugspunkte im Raum bilden die in momenthaften, bewegten Gesten dargestellten Figuren. Zusätzlich wird dieser Bewegungsmoment durch eingefügte Transparentpapiere, farbliche Störfelder und unabhängige Raumfragmente gesteigert.